
Ins Netz gegangen und nicht mehr zeitgemäß...
Es gibt Momente, in denen man sich besinnt. Einen solchen Moment habe ich gerade. Und da wir in einer schönen und manchmal weniger schönen neuen Online-Welt leben, kann ich die Gedanken, die mir in meinem besinnlichen Moment durch den Kopf schießen, sofort in diesem Blog kundtun. Ganz selbstverständlich. Grund dieser Besinnung ist eine Frage, die mir meine Oma nach dem Amoklauf von Winnenden stellte. Sie wollte wissen, was es eigentlich sei, dieses Internet. “Ist das ein Fernsehprogramm?” Was antwortet man als Online-Volontärin von suedkurier.de auf eine solche Frage? Das Internet ist mittlerweile schlichtweg selbstverständlich geworden, ein täglicher Begleiter. Es fiel mir schwer, auf diese Frage eine passende Antwort zu finden. So griff ich zu Zettel und Stift und begann zu malen. Kabel und Kästen. Und dass das Ganze eher etwas mit dem Telefon zu tun hat, als mit dem Fernsehprogramm. Ob meine Oma diesen zugegeben recht dürftigen und holprigen Erklärungsversuch verstanden hat, wage ich zu bezweifeln. Da haben wir ihn, den “digital divide”. Wie muss meine Oma sich fühlen, wenn sie in der Zeitung auf einen Internethinweis stößt oder wenn in den Nachrichten vom weltweiten Netz die Rede ist? Wenn ich mich nun auf meine netzfreien Kinder- und Jugendtage zurückbesinne, frage ich mich, wie eine Kindheit im digitalen Zeitalter wohl aussehen mag… Und ich frage mich, wie mein Alltag ohne Netz aussehen würde. Überweisungsträger zur Bank bringen, den Bahnfahrplan am Schalter erfragen… Schon praktisch dieses Netz. Aber manchmal auch sehr stressig, diese ständige Verfügbarkeit.
Wie sieht es mit Ihren Internet-Erfahrungen aus? Seit wann sind Sie online, wie hilft Ihnen das Netz und was stört Sie? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke!